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Robot Masters Cup: Begeisterung für Robotik und MINT-Berufe

Ein Wettbewerb, der Technik erlebbar macht

Mit dem Robot Masters Cup hat FFT einen praxisnahen Lego®-Roboter-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe etabliert. Der jährlich stattfindende Wettbewerb, richtet sich an Teams aller Schulformen und verbindet technische Bildung, Berufsorientierung und Teamarbeit.

Ziel des Projektes ist es, junge Menschen frühzeitig für Robotik, Engineering und MINT-Berufe zu begeistern und ihnen Einblicke in die Arbeitswelt des Maschinen- und Anlagenbaus zu ermöglichen.

Der Wettbewerb zeigt, wie aus einer ersten Idee gemeinsam mit Schulen und Partnern ein nachhaltiges Bildungsangebot entstanden ist, das Schülerinnen und Schüler für Technik begeistert und ihnen eigene Erfolgserlebnisse ermöglicht.

Teilnehmer vom Legowettbewerb 2024 beim Aufbau ihrer Ergebnisse

Von der Idee zum etablierten Wettbewerb Der Robot Masters Cup

Die Idee für den Robot Masters Cup entstand 2023 im Austausch mit Lehrkräften aus der Region Fulda. Gemeinsam wurden Anforderungen, Bedürfnisse der Schulen und geeignete Rahmenbedingungen für einen Robotik-Wettbewerb erarbeitet.

Dabei entstand ein Konzept, das insbesondere Chancengleichheit und unterschiedliche Erfahrungsstände berücksichtigt. Die Wettbewerbsaufgaben sind so gestaltet, dass sowohl Robotik- Einsteiger als auch erfahrene Teams passende Herausforderungen finden.

Seit dem Start entwickelt sich der Wettbewerb kontinuierlich weiter. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schulen und Teams fließen regelmäßig in die Weiterentwicklung ein. So wurden beispielsweise zusätzliche Erklärvideos entwickelt und neue Formate zur Unterstützung der Teams umgesetzt.

Ablauf und Herausforderungen

Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres veröffentlicht FFT drei Wettbewerbsaufgaben. Eine Kreativaufgabe fordert die Teams dazu auf, eigene Ideen und innovative Lösungsansätze zu entwickeln. Zwei technische Aufgaben stellen unterschiedliche Anforderungen an Konstruktion, Programmierung und Problemlösung.

Über einen Zeitraum von rund 20 Wochen arbeiten die Jugendlichen eigenständig an ihren Projekten. Sie planen, bauen, programmieren und testen ihre Roboter und sammeln dabei wertvolle praktische Erfahrungen.

Neben technischem Wissen erwerben die Teilnehmenden wichtige Zukunftskompetenzen:

Zusammenarbeit und Kommunikation im Team

Selbstständige Projektorganisation

Kreatives Denken und Problemlösung

Durchhaltevermögen bei technischen Herausforderungen

Präsentation eigener Ergebnisse

DIE AUFGABEN VON 2026

Hier seht ihr die Aufgaben des letzten Wettbewerbs.

Hinweis: KI-generierte Bilder

Hochstapler

Bei der diesjährigen Kreativaufgabe müssen Baumeister, Ingenieure und Statiker zusammenarbeiten, um ans Ziel zu gelangen!

Dosendeckeldurcheinander

Hier wird es knifflig: Wie bekommt man die falschen Deckel von den Dosen und wie sortiert man sie dann am besten?

Transportfahrzeug

Logistiker aufgepasst – hier müssen Becher zielgenau, schnell und ohne die Hindernisse zu berühren transportiert werden.

die Kreativaufgabe Hochstapler

Wessen Turm wird der höchste?

Bei der diesjährigen Kreativaufgabe müsst ihr aus den vorgegebenen Spülschwämmen einen möglichst hohen Turm bauen. Das klingt vielleicht erstmal einfach, doch dabei gibt es einiges zu beachten! Hier kommt es sowohl auf die Höhe, die euer Turm erreicht, aber auch auf eure Technik, Kreativität und Teamleistung an!

Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Turm zu bauen: 
Ihr könnt eine Pyramide bauen, einen Schwamm einfach auf den Nächsten stapeln oder sogar ein kleines Mauerwerk aufbauen – Je breiter ihr euren Turm baut, desto stabiler kann er werden, aber ihr braucht mehr Schwämme! Entwickelt im Team eine Strategie, um möglichst zuverlässig einen möglichst hohen Turm zu bauen, der nach Ablauf der Zeit 5 Sekunden stehenbleibt, ohne umzufallen oder Legobauteile zu berühren.

Vorgaben:

  • Jedes Team darf maximal 20 Schwämme verbauen
  • Der Roboter muss jeden Schwamm einzeln ablegen 
  • Der Roboter kann den Schwamm entweder selbstständig vom Boden, oder aus einem Magazin aufnehmen oder von euch manuell zugeführt bekommen. Je autonomer der Roboter arbeitet, desto besser für die Bewertung!
  • Ihr habt 3 Versuche, der beste Versuch zählt
  • pro Versuch habt ihr maximal 2 Minuten Zeit

Der Spielplan ist nur obligatorisch und muss nicht genutzt werden. Wenn ihr ihn nutzt, dürfen Roboter und Schwämme auch über das Blatt hinausragen oder dieses verlassen.

Spielplan herunterladen

Info: Falls ihr keine Möglichkeit habt, den Spielplan in Farbe auf DIN A3 auszudrucken, könnt ihr ihn euch mit den für die Aufgabe vorgegebenen Zusatzkomponenten bei FFT abholen. Die gestrichelten Linien auf dem Spielplan dienen nur der Orientierung und müssen nicht aktiv berücksichtigt oder genutzt werden.

Strategieexperten aufgepasst Dosendeckeldurcheinander

Deckelt die Dosen!

Hier muss euer Roboter sein Geschick beweisen, indem er mit Dosen und Deckeln jongliert und sie zusammensetzt, verfährt und/oder sortiert. Ihr müsst einen Roboter bauen, der Dosen und Deckel greifen kann und dann entsprechend des Schwierigkeitsgrades auf die richtige Position legt.

Bei dieser Aufgabe könnt ihr einen Teil des Materials vom letzten Wettbewerb wiederverwenden. Die „Podeste“ aus letztem Jahr dienen euch dieses Jahr als „Dose“ und werden mit einem neuen „Deckel“ ausgestattet. Beides könnt ihr euch am Empfang in Fulda abholen oder euch das Starterset zusenden lassen.

Spielplan herunterladen

Info: Falls ihr keine Möglichkeit habt, den Spielplan in Farbe auf DIN A3 auszudrucken, könnt ihr ihn euch mit den für die Aufgabe vorgegebenen Zusatzkomponenten bei FFT abholen. Die gestrichelten Linien auf dem Spielplan dienen nur der Orientierung und müssen nicht aktiv berücksichtigt oder genutzt werden.

Den Deckel draufmachen

Zu Beginn liegt eine Dose (Farbe egal) mit der Fase am inneren Rand nach oben auf der Startposition „DOSE“ rechts. Der Deckel (Farbe egal) liegt mit der flachen Seite nach unten auf der Startposition „DECKEL“ links. 

Der Roboter muss die Dose vom rechten Feld nehmen und sie im mittleren Feld ablegen. Anschließend muss er den Deckel vom linken Feld aufnehmen, (über einen Mechanismus, eine Ablage, eine Rutsche, …) drehen und der Dose aufsetzen, sodass dann die flache Seite des Deckels nach oben zeigt. Dose und Deckel sollten am Ende nicht über die Zielposition herausragen.

Deckel drauf mit 2 Farben

Zu Beginn liegen die schwarze und weiße Dose mit der Fase am inneren Rand nach oben auf den Startpositionen „DOSE“ rechts. Die beiden passenden Deckel (schwarz und weiß) liegen mit der flachen Seite nach unten auf den Startpositionen „DECKEL“ links. Es ist zufällig, welche Farbe wo liegt (Deckel und Dosen).

Der Schwierigkeitsgrad 2 gilt dann als gelöst, wenn beide Dosen mit den passenden Deckeln (flache Seite nach oben) in den richtigen Zielzonen stehen. Wo die Deckel auf die Dosen kommen, ist nicht vorgegeben. Dosen und Deckel sollten am Ende nicht über die Zielpositionen herausragen.

Vielfältiges Farbsortieren und Deckeln

Zu Beginn liegen auf den 4 Startpositionen 4 verschiedenfarbige Dosen (innere Fase nach oben) ohne feste Reihenfolge mit zufällig sortierten Deckeln (flache Seite nach oben), die die Dosen verschließen. Als Hilfestellung könnt ihr die weiße Dose auf die vorgesehene Position stellen oder ankleben, um später einen Deckel zwischenzulagern.

Eure Aufgabe ist es, die Deckel und Dosen anhand ihrer Farbe zu sortieren (grüner Deckel auf gründe Dose usw.) und sie auf die richtige Zielposition zu platzieren. Dose und Deckel sollten am Ende nicht über die Zielposition herausragen. Wo die Deckel auf die Dosen kommen, ist nicht vorgegeben.

Für Logistikgenies Transportfahrzeug

Bringt die Fässer sicher an ihr Ziel

Euer Roboter muss bei dieser Aufgabe nicht nur schnell und intelligent, sondern auch flexibel und präzise sein. Ihr müsst einen fahrbaren Roboter bauen, der Fässer von einer Startposition abholt und entsprechend des Schwierigkeitsgrades auf die richtige Position bringt. Wichtig: Weder Roboter noch Komponenten dürfen das Spielfeld verlassen! Passiert das, ist der Versuch ungültig und die Aufgabe nicht bestanden.

Bei dieser Aufgabe könnt ihr Material vom letzten Wettbewerb wiederverwenden. Die „Podeste“ aus dem letztem Jahr dienen euch dieses Jahr als „Fässer“. Falls ihr diese Komponenten nicht habt, könnt ihr sie euch am Empfang in Fulda abholen oder euch das Starterset zusenden lassen.

Alle Schwierigkeitsstufen nutzen einen eigenen Spielplan, der aus vier DIN A3 Plättern zusammengeklebt werden muss. Klebt die einzelnen Blätter immer auf die gestrichelten Linien und beachtet die Zahlen, die die Position vorgeben. Bei allen Aufgaben dürft ihr Linien und Farbmarkierungen selbstständig und frei auf die Spielpläne aufzeichnen, um diese zu lösen.

Spielplan herunterladen

Info: Falls ihr keine Möglichkeit habt, den Spielplan in Farbe auf DIN A3 auszudrucken, könnt ihr ihn euch mit den für die Aufgabe vorgegebenen Zusatzkomponenten bei FFT abholen

Einfaches Transportieren entlang der Linie

Zu Beginn steht das Fass (Farbe egal) auf der Startposition in der unteren rechten Ecke des Spielplans. Der Roboter steht im Startfeld und darf mit keiner Komponente den Bereich außerhalb dieses Feldes berühren.

Die Aufgabe gilt als gelöst, wenn der Roboter das Fass von der Startposition auf die Zielposition gefahren hat und wieder in seinem Startfeld steht. Das Fass sollte dabei nicht über die grüne Zielfläche herausragen und keine Komponente des Roboters sollte außerhalb der Zone den Boden berühren.

Hindernis auf dem Transportweg

Zu Beginn werden vier Fässer (beliebige Farbe) auf die Startpositionen in der unteren rechten Ecke des Spielfelds gestellt. Der Roboter befindet sich auf dem Startfeld und darf den Bereich außerhalb dieses Feldes mit keinem Körperteil berühren. Drei weitere Fässer (ebenfalls beliebige Farbe) müssen auf die roten Hindernisfelder gestellt werden.

Transportiere die Fässer einzeln oder gemeinsam zu ihren Zielpositionen. Aber sei vorsichtig – wenn du unterwegs eines der drei Hindernisfässer berührst, verlierst du eine beträchtliche Anzahl an Punkten! Das Ziel ist es, alle vier Fässer auf ihren Zielfeldern zu platzieren, ohne dass sie über diese hinausragen, und den Roboter zum Startfeld zurückkehren zu lassen, ohne dass irgendein Teil von ihm den Bereich außerhalb der Begrenzungen berührt.

Mülltrennung

Zu Beginn stehen vier Fässer mit Sondermüll in den Farben Blau, Rot, Grün und Gelb (zufällig sortiert) auf den Startpositionen in der unteren rechten Ecke des Spielplans. Der Roboter steht im Startfeld und darf mit keiner Komponente den Bereich außerhalb dieses Feldes berühren. 

Transportiert die Fässer vorsichtig auf die Zielpositionen, egal ob einzeln oder gemeinsam. Wichtig hierbei: Es muss unbedingt auf die richtige Mülltrennung geachtet werden, sodass im Ziel das gelbe Fass auf dem gelben Zielfeld steht, ohne dass es über die Farbmarkierung herausragt usw. Abschließend soll der Roboter wieder im Endfeld stehen und darf mit keiner Komponente die Fläche außerhalb der Begrenzung berühren. 

Zusammenarbeit mit Schulen und Partnern

Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Robot Masters Cup ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.

Die Schulen begleiten ihre Teams während der gesamten Wettbewerbsphase. FFT steht für organisatorische und technische Fragen zur Verfügung und unterstützt die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Mit der Hochschule Fulda besteht eine Kooperation zur Förderung des MINT-Bereichs. Schulen können dort Robotik-Equipment ausleihen, wenn eigene technische Ausstattung fehlt. Dadurch erhalten auch Teams ohne eigene Ressource die Möglichkeit, am Wettbewerb teilzunehmen.

Der regelmäßige Austausch mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Partnerorganisation bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung des Wettbewerbs.

Die steigende Teilnehmerzahlen zeigen das wachsende Interesse an Robotik und technischen Themen. 

Der Finaltag bei FFT in Fulda

Den Höhepunkt des Robot Masters Cup bildet der Finaltag am FFT-Standort in Fulda. Dort präsentieren die Teams ihre Projekte vor einer Jury und treten mit ihren Robotern gegeneinander an.

Bei der Bewertung stehen nicht nur technische Ergebnisse im Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden auch Kreativität, Teamleistung, Zusammenarbeit und die Fähigkeit, Herausforderungen gemeinsam zu lösen.

Insgesamt werden sechs Hauptpreise vergeben. Zusätzlich erhält jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen Anerkennungspreis für das persönliche Engagement.

Der Finaltag bietet den Jugendlichen darüber hinaus die Möglichkeit, moderne Automatisierungs- und Robotiklösungen kennenzulernen sowie mit Auszubildenden, Studierenden und Fachkräften von FFT ins Gespräch zu kommen. Dadurch erhalten sie direkte Einblicke in technische Berufsfelder sowie Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

FFT als Technologie- und Ausbildungsstandort

Als Hauptsitz von FFT ist der Standort Fulda das Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Realisierung innovativer Produktionssysteme. Hier werden internationale Projekte geplant, modernste Automatisierungs- und Robotiklösungen entwickelt und Produktionsanlagen bis zur Inbetriebnahme umgesetzt. Mit dem Technologiezentrum, einer 15.000 m² großen Montagehalle und den Bereichen Engineering, Robotik8 und Projektmanagement vereint der Standort zahlreiche Kompetenzen unter einem Dach.

Gleichzeitig engagiert sich FFT intensiv in der Ausbildung und Nachwuchsförderung. Auszubildende, dual Studierende und Fachkräfte arbeiten hier gemeinsam an zukunftsweisenden Technologien und gestalten die Produktion von morgen aktiv mit. Diese Verbindung von technischer Innovation und praxisnaher Ausbildung bildet auch die Grundlage für den Robot Masters Cup. Der Wettbewerb ermöglicht Schülerinnen und Schülern, Technik kennenzulernen, sondern selbst zu erleben, eigene Lösungen zu entwickeln und frühzeitig Einblicke in technische Ausbildungs- und Berufsfelder zu gewinnen.